Bericht von der Mathenacht 2018

Mathematik macht Spaß und ist so spannend, dass man sich eine ganze Nacht damit um die Ohren schlagen kann!

Bereits zum dritten Mal nahmen insgesamt 67 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Otterndorf,unterstützt von einigen Lehrerinnen und Lehrern (nicht nur mit dem Fach Mathematik), an diesem bundesweiten Wettbewerb teil. In diesem Jahr beteiligten sich 340 Schulen mit knapp 6000 Gruppen und 17800 Schüler/innen, dabei auch einige deutsche Auslandsschulen.

Ab 17.30 rücken die Schülerinnen und Schüler mit Isomatten, Schlafsäcken, Kuscheltieren, reichlich Getränken und Süßigkeiten, Papier, Stiften und Taschenrechnern im Forum an. Die „Schlafräume“ im ersten Stock können bezogen werden und dann treffen sich alle in der „Zentrale für eine Nacht“ um in die Regeln eingeweiht zu werden und pünktlich um 18 Uhr die freigeschalteten ersten 10 Aufgaben entgegen zu nehmen. Gleichzeitig traf die erste Pizzalieferung ein, denn ein leerer Magen denkt nicht gerne!

Die Aufgaben sind immer für zwei Jahrgänge (6/7, 8/9, 10/11 und 12/13) gestellt. Alle stürzen sich darauf und schon geht das Rechnen und Diskutieren los. Lösungen können in eine Maske online eingegeben werden und der Jubel ist immer groß, wenn wieder ein grünes Feld zeigt, dass die Aufgabe richtig gelöst wurde. Hat ein Jahrgang die 10 Aufgaben der ersten Runde geschafft, gibt es neue 10 Aufgaben der zweiten Runde, die ebenso zu lösen sind. Jahrgang 6/7 hatte Punkt 23 Uhr dieses Ziel erreicht, Jahrgang 8/9 nur unwesentlich später.

Schülerinnen und Schüler bei der Lösungseingabe

Dieses Jahr waren auch erstmalig viele ältere Schülerinnen und Schüler mit Aufgaben des Jahrgangs 10/11 beschäftigt und einige der 11b versuchten sich an den Aufgaben von 12/13, was ihnen allerdings nur ein langsames Vorankommen ermöglichte.

In der dritten Runde werden die Ergebnisse der Aufgaben dann nicht mehr online überprüft, sondern mit Lösungsweg auf einem Lösungsbogen bearbeitet, der dann bis spätestens 8 Uhr morgens eingereicht werden muss. In diesem Jahr schaffte das eine Gruppe der 8a mit Dana, Felix, Florian und Otto und sie belegten damit einen guten 73. Platz in dieser Altersklasse.

Unglaublich, wie lange man konzentriert an Matheaufgaben arbeiten kann! Wer müde wird, darf sich in die„Schlafräume“ begeben, aber der harte Kern hält bis zur Deadline und zum Frühstück durch.Die Aufgaben sind dabei deutlich anders, als aus dem Mathematikunterricht gewohnt, und erfordern ungewöhnliche Lösungsstrategien. Wer Lust hat, an solchen Aufgaben zu knobeln, kann sich schon mal den 22. November 2019 merken, da startet die nächste lange Nacht der Mathematik.

Martina Müller

Kinder helfen Kindern

Wenn die Schüler selbst auf einem zukommen und die eigene Klasse von der Idee begeistern, anderen Kindern eine Freude zu bereiten, kann man sich als Lehrerin nur freuen. So war die Klasse 6b des Gymnasiums schnell dabei, den Weihnachtspäckchenkonvoi zu unterstützen, der Kindern in Waisen- und Krankenhäusern sowie in Behinderteneinrichtungen und Kindergärten in entlegenen und ländlichen Gebieten in Osteuropa zu Weihnachten Geschenke bringt. Bereits seit 2001 fährt der Weihnachtspäckchenkonvoi auf unseren Nachbarkontinent – anfangs nur nach Rumänien, mittlerweile auch nach Moldawien, in die Ukraine und nach Bulgarien.

Foto: Klasse 6b

Ich war erstaunt, wie eifrig die Kinder lauter „Kleinigkeiten“ (Lego, Kleidung, Kuscheltiere, Spielzeug, Süßigkeiten, Malutensilien, Tagebücher etc.) zusammentrugen und diese liebevoll verpackten. Und dabei taten sie nicht nur Gutes, sondern schulten auch noch ihre eigene Sozialkompetenz, indem sie sich beim Verteilen der Geschenke auf die Päckchen zielführend damit auseinandersetzten, dass es keine Ungerechtigkeiten untereinander gibt. Aber nicht nur das: Am Ende stand sogar die Idee, dass man das Projekt des „Round Table“ auch im kommenden Jahr unterstützt und sogar an der Schule insofern ausweiten könnte, dass sich die einzelnen Klassen zu Weihnachten nicht mehr untereinander beschenken, sondern dass sich alle Klassen eher an dieser Aktion beteiligen. Und sind wir mal ehrlich: Vielen unserer Kindern geht es doch teilweise so gut, dass fast jeder irgendwo zuhause noch originalverpackte Mitbringsel von der Tante bzw. der Oma zu liegen hat, die einem nicht so ganz gefallen oder doppelt sind. Da sind die Päckchen schnell gepackt und anderen Kindern wird zur Weihnachtszeit so sicherlich ein dickes Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Nancy Raue (Klassenlehrerin der 6b)

„WIR sind stark!“ am Gymnasium Otterndorf

Ein Projekt für Zivilcourage und Anti-Gewalt

Auch in diesem Jahr führten die 7. Klassen wieder das von der Polizei für Jugendliche entwickelte Projekt „WIR sind stark!“ durch. Begleitet vom Klassenlehrer nahm jede 7. Klasse im Oktober/November zwei Vormittage lang an dem Programm teil. Geleitet wurde es von Kriminalhauptkommissar Uwe Sandrock als Koordinator des Präventionsteams der Polizeiinspektion Cuxhaven und einem für das Projekt geschulten Lehrer des Gymnasiums Otterndorf, Frau Raue, Frau Müller oder Frau Brack. Zwei Tage die Schule verlassen und in den Räumen der Stadt Otterndorf mit der Polizei arbeiten, das ist für die Schüler nicht nur eine willkommene Abwechslung im Schulalltag, sondern auch eine tolle Erfahrung, die sie für das Leben in und nach der Schule stärken soll.

Foto: Klasse 7a

Worum geht es?
Hauptziel ist es, die Zivilcourage von Jugendlichen zu fördern und zu stärken. „Wir vermitteln Jugendlichen dabei unter anderem die Bedeutung von Zivilcourage, Kommunikations- und Empathiefähigkeit, wir zeigen ihnen Handlungsalternativen auf, wir entwickeln mit ihnen Strategien zur Gewaltverhinderung und sie erlernen sinnvolles Helfer- und Opferverhalten,“ heißt es im Vorwort des Programms der Polizeidirektion Oldenburg, die dieses Projekt entwickelt hat.

Wie schafft man das?
Das Programm besteht aus 17 Übungen, in denen auf spielerische Weise geübt wird, zu seiner Meinung zu stehen, auch mal nicht „ja“ zu sagen, obwohl die Gruppe es von einem erwartet und in der Klassengemeinschaft mit allen gemeinsam Aufgaben zu lösen. Verschiedene Formen von Gewalt werden thematisiert, und in Rollenspielen werden Handlungsmöglichkeiten in Gefahrensituationen erarbeitet.
„Wie verhalte ich mich, wenn ich bedroht werde?“
„Macht es Sinn, eine Waffe, z.B. Pfefferspray, bei mir zu haben?“
Auf diese Fragen bekommen die Schüler Antworten, die auf langjährigen Erfahrungen in der Polizeiarbeit basieren. Eine große Rolle spielt auch das Thema Vertrauen. Die Schüler können die Erfahrung machen, wie man sich fühlt, wenn man aus einer Gruppe ausgeschlossen wird und wie es ist, sich in Vertrauensübungen in der Gruppe fallen zu lassen.

Kann man die Schüler auf diese Weise erreichen?
Als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ führen wir dieses Projekt nun schon seit 10 Jahren durch. Fragt man ältere Schüler des Gymnasiums Otterndorf nach ihren Erinnerungen an „WIR sind stark!“, so gibt es wohl kaum einen Schüler, der sich nicht an diese beiden außergewöhnlichen Schultage und die dabei vermittelten Botschaften erinnert. Auch die Schüler der diesjährigen 7. Klassen waren mit viel Freude, Eifer und Emotionen bei der Sache und haben die Schulungsräume am Dienstag ein bisschen stärker verlassen, als sie diese am Montag betreten haben.

Unser Dank gilt an dieser Stelle Herrn Sandrock für sein alljährliches Engagement und der Stadt Otterndorf für die Bereitstellung der Räumlichkeiten.

Nancy Raue und Sabine Brack

Management Information Game (MIG)

Foto: Konken, NEZ vom 10.11.18

15 SchülerInnen der Jahrgangsstufe 11 des Gymnasiums Otterndorf testeten vom 5. – 9. November 2018 ihr betriebswirtschaftliches Können beim „Management Information Game“. Ziel dieses fünftägigen Seminars war es, den TeilnehmerInnen Grundlagen unternehmerischen Handels praxisnah und erlebbar zu vermitteln. Das Seminar fand in den Seelandhallen Achtern Diek in Otterndorf statt und wurde von ortsansässigen Unternehmen und Vereinen inhaltlich und finanziell unterstützt. Ein Schwerpunkt des Seminars war die Durchführung eines Planspiel zur Unternehmensplanung, das durch informative Vorträge ergänzt wurde.

Darüber hinaus hatten die SchülerInnen die Aufgabe, für die fiktive, internationale Firma „Best Hair Ever Inc.“ unter bestimmten Vorgaben ein Konzept für eine innovative Haarbürste zu erstellen. Am Mittwochabend gab es dann eine Verkaufspräsentation der drei MIG-Unternehmen. Jede Gruppe hatte 10 Minuten Zeit, ihr Produkt vor zahlreichen Gästen (Geschäftsleuten, leitenden Bankangestellten, Verwaltungsangestellten, Lehrern…) zu präsentieren und sich anschließend weitere 10 Minuten einer Fragerunde zu Technik, Design oder Werbekonzepten zu stellen.

Den Zuschauern wurden drei verschiedene Bürsten vorgestellt. Die „Marces Compagny“ AG präsentierte ihren „Unidryer“, die „Usefulation“ AG zeigte ihren „Starbrush“ und die „Spacebeauty“ AG stelle ihren „Spacebrush“ vor. Die vielfältigen Ideen der SchülerInnen und die abwechslungsreichen Präsentationen fanden bei den Gästen große Zustimmung. Auch die SchülerInnen zeigten sich am Ende der Veranstaltung sehr zufrieden, aber auch erleichtert, es hinter sich zu haben. Die SchülerInnen zogen ein positive Bilanz: Man habe gut im Team zusammengearbeitet, vorzeigbare Ergebnisse erzielt, neue Erfahrungen gesammelt und einen interessanten Einblick in die Wirtschaft bekommen. Die Teilnahme an einem „Managment Information Game“ sei auf jeden Fall empfehlenswert.

Eva Südkamp

Sieg im Kreisentscheid Handball

Mit elf Jungen aus den Jahrgängen 6 und 7 (WK II) und Trainer Matthias Witt reisten wir am Donnerstag, den 08. November nach Bederkesa zum Wettbewerb Jugend trainiert in der Spielsportart Handball. Im Modus jeder gegen jeden trafen wir auf die Gegner aus Bederkesa, Langen und vom Kreisgymnasium Bremerhaven.

Im ersten Spiel gegen Langen ging es anfangs hin und her und zur Halbzeit führten die Jungs knapp 5:4. Im zweiten Durchgang gab es eine deutliche Leistungssteigerung und das Ergebnis wurde auf 13:6 hochgeschraubt.

Das zweite Spiel bescherte Otterndorf den stärksten Gegner. Das Heimteam aus Bederkesa war der erwartet schwere Brocken. Doch mit einer geschlossenen Leistung, einer taktisch klugen Einstellung und viel Einsatzwillen wurde das Spiel mit 13:10 erfolgreich gestaltet.

Im Gefühl des sicheren Turniersieges misslang der Einstieg in das letzte Spiel gegen das Gymnasium Wesermünde. Sehr schnell lag Otterndorf 2:5 im Rückstand. Gute Einwechslungen und ein besser geordnetes Spiel führten letztlich dann aber noch zu einem ungefährdeten 11:8 Erfolg.

Glücklich, müde und freudig auf den Kreisgruppenentscheid ging es dann zurück in die Medemstadt. An dieser Stelle nochmals Dank an Matthias Witt und Stefanie Koring, die den Fahrdienst übernommen haben.

Henning Holst