Unser Krakauaustausch

In den frühen Morgenstunden des 04.11.2019 machten sich einige Schüler*innen des 11. Jahrgangs in Begleitung von Frau thom Suden und Herrn Winter auf den Weg nach Krakau. Nach 14 langen Stunden kamen wir endlich am Busbahnhof in Krakau an und wurden von unseren Austauschschülern in Empfang genommen, um dann gemeinsam mit ihnen zu unserem Zuhause für die nächsten acht Tage zu fahren. Am nächsten Morgen wieder ausgeruht, wurden wir in der Schule begrüßt und lernten etwas über die Krakauer Sitten und Bräuche kennen. Anschließend nahmen wir an einem gemeinsamen Sportunterricht teil, wir durften uns zwischen Klettern und Volleyball entscheiden. Am Ende lernten wir sogar einen Volkstanz, den wir überraschend gut meisterten und der sehr viel Spaß machte. Der restliche Tag stand uns zur freien Verfügung und so erkundeten wir in kleinen Gruppen die Stadt oder besuchten eines der vielen Shoppingcentren. Mittwoch widmeten wir uns zuerst der gemeinsamen Projektarbeit, in der wir uns in Gruppen näher mit einzelnen Gebäuden der Stadt beschäftigten. Danach erhielten wir eine Stadtführung durch das jüdische Viertel Kazimierz und besuchten das Schindlermuseum, das sehr spannend und interessant gestaltet war, sodass man sehr viele neue Einblicke in die damalige Zeit gewinnen und dementsprechend auch vieles aus dem Museum mitnehmen konnte. Donnerstag hatten wir erneut Zeit für unsere Projektarbeit, nach der wir dem Nationalmuseum einen Besuch abstatteten. Der Freitag war eher bedrückend, da wir eine Führung durch das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau erhielten, was zwar schwer aufzunehmen war, allerdings fanden wir es sehr wichtig, dass wir die Möglichkeit bekamen, es zu besichtigen, da man so einen genaueren Einblick in die Zeit des Holocaust erhielt. Genau wie aus dem Schindlermuseum konnte man auch hier sehr viel neues Wissen mitnehmen. Die Bilder und Eindrücke werden wir wohl nie vergessen.  Die Projektarbeit wurde am Samstag vorgestellt, anschließend gingen wir im Zuge einer weiteren Stadtführung durch die schöne Altstadt. Sonntag und Montag waren die Familientage, wobei wir den Sonntag mit den anderen Austauschschülern*innen verbrachten. Es waren viele neue Freundschaften entstanden, sodass wir vor der Abreise noch so viel Zeit wie möglich miteinander verbringen wollten. In großen Gruppen unternahmen wir viele tolle Aktivitäten. Zum Beispiel waren wir in einem Escape-Room, gingen zum Bowling oder waren im Jumphouse. Am Dienstag, dem 12.11.2019, traten wir dann nach einer erlebnisreichen und unvergesslichen Fahrt, die finanziell tatkräftig vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk unterstützt wurde, die Rückreise an.

Tabea und Lena (Klasse 11a)

Französisches Theater in Otterndorf

Am 28.11.2019 war das KnirpsTheater aus Bad Ems zum zweiten Mal am Gymnasium Otterndorf zu Gast. Dieses Mal wurde das Stück „Méfie-toi … des apparences! En direct de la banlieue“ aufgeführt, ein Stück, das in Zusammenarbeit mit französischen Jugendlichen aus dem Pariser Vorort „La Courneuve“ entstanden ist und das ein etwas anderes Licht auf die „banlieue“ wirft, als dies häufig in den Medien getan wird. Es kommen zahlreiche „Bewohner“ zu Wort, die, gespielt von dem deutsch-französischen Schauspieler-Paar Sacher-Camus, zwar ihre Probleme haben, aber ihr Viertel durchaus für lebenswert halten. Die Schülerinnen und Schüler der 7.-10. Klassen tauchten für fast 1,5 Stunden in die französische Sprache ein und konnten z. B. miterleben, wie ein nicht ganz echtes Pressefoto entstand … Auch dies ein Thema des Stückes – wie es der Titel ausdrückt: „Hüte Dich … vor dem Anschein!“

S. Fegert

Exkursion ins Schulmuseum – „Schule im Kaiserreich“

In den letzten Wochen des Schuljahres 2018/19 fuhren wir, die Klasse 9c, im Rahmen des Geschichtsunterrichts in Begleitung von Herrn Schwietert und Frau Kocanda in das Hamburger Schulmuseum zum Thema „Schule im Kaiserreich“. Dort bekamen wir einen Einblick in den Schulalltag von Jugendlichen zu Zeiten von Kaiser Wilhelm II.

An dem alten Schulgebäude angekommen, wurden wir herzlich von der Museumsführerin empfangen und bekamen eine kleine Einführung in die Zeit des Deutschen Kaiserreichs. Im zweiten Teil unserer Führung waren wir selbst an der Reihe. Wir warfen uns alle zeitgemäß in Schale. Die Jungs trugen Hemd, gezogenen Scheitel und Kragen, während die Mädchen sich mit Zöpfen, Rock und Schürze bereit für die Schulstunde machten. Wir merkten relativ schnell, dass sich unser Schulalltag erheblich von dem damaligem unterscheidet. In Zweierreihen aufgestellt unterzogen wir uns der genauen Kontrolle unserer Museumsführerin, die nun unsere Lehrerin spielte. Zu lange Fingernägel, die dann auch noch dreckig oder gar angemalt waren, waren ein absolutes Tabu. Bevor wir dann das originalgetreue Klassenzimmer betraten, erhielt jeder von uns einen Namen, wie Hedwig, Edda oder Oskar. Dann begann die wohl strengste Schulstunde unseres Lebens. Reinrufen und unqualifizierte Beiträge waren ab jetzt verboten und wenn wir aufgerufen wurden, mussten wir aufstehen und stets in ganzen Sätzen antworten. Beim Melden mussten wir außerdem darauf achten, die Hand nie höher als den Kopf zu heben, da wir uns sonst als etwas Besseres dargestellt hätten. Im weiteren Verlauf des Unterrichts merkte man sehr deutlich, dass die Jungen darauf vorbereitet wurden, für den Kaiser zu kämpfen, wohingegen den Mädchen ihre Rolle als Hausfrau näher gebracht wurde. Jeder von uns, mit Ausnahme von Gustav, versuchte so brav wie möglich zu sein, um bloß nicht mit den bösen Worten der Lehrerin konfrontiert zu werden.

Wir schrieben außerdem noch auf Schiefertafeln, sangen ein Volkslied und beantworteten die Fragen der Lehrerin.

Nach ca. 90 Minuten Schule im 20. Jahrhundert, waren wir wohl alle erleichtert wieder in das Jahr 2019 reisen zu können, da der Unterricht doch um einiges strenger und disziplinierter war, als der heutige.

Letztendlich hatten wir trotzdem viel Spaß und eine sehr gute Erfahrung, die man nur jeder neunten Klasse empfehlen kann, da man so viel mehr Verständnis für das Thema bekommt.

Rebecka Haack, 10c

Schüler-Karriere-Tag am 16.11.2019

An einem Samstagvormittag ließen sich einige unserer Oberstufenschüler/Innen die Gelegenheit nicht nehmen, sich von renommierten Referent/Innen und Praktikern spannende Einblicke einzuholen, die zur beruflichen Zukunftsplanung beitragen können. Großes Lob richtet sich an dieser Stelle dafür an die teilnehmenden Schüler/Innen aus den Jahrgängen 11 und 12!

Hochkarätige Vorträge wechselten sich ab mit Befragungen von Experten verschiedener beruflicher Richtungen in kleinerer Runde. Durchgeführt wurde die Veranstaltung im Seminarraum der VOCO GmbH und das kostenlos, da der Rotary Club Cuxhaven diese gefördert hat. Die Referenten deckten verschiedenste Themen ab: „Hilfe! Ein Assessment-Center!“ – Inhalte und Vorbereitung; Engagement in einem Freiwilligendienst in Malawi; wie bewerbe ich mich für ein Stipendium; welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden, wenn man in den USA studieren oder arbeiten möchte.

Das Foto entstand bei dem Vortrag: „Password zum Erfolg: Kommunikation öffnet Türen“. Hier wurden praktische und leicht umsetzbare Tipps vermittelt, wie man z.B. in angespannten Bewerbungssituationen eigens dazu beitragen kann, sein Selbstwertgefühl zu stärken und wie man charmant und souverän mit persönlichen Verbalattacken umgehen kann. Fachbuchautorin Pamela Emmerling weckte Zuversicht und stellte die eigenen Ressourcen und Handlungsmöglichkeiten an die oberste Stelle. In diesem Sinne beendete sie die Vortragsreihe mit den Worten: „Jeder Mensch ist dazu bestimmt, ein Erfolg zu sein, und die Welt ist dazu bestimmt, diesen Erfolg zu ermöglichen“ (aus dem UNESCO- Bericht „Wie wir leben lernen“ – Paris 1972).

Franziska Zamzow

Geschichtsexkursion nach Neuengamme

Bereits am 29.05.2019 machte sich der 10. Jahrgang in Begleitung von Frau Fischer, Frau Kocanda und Herrn Biester auf den Weg nach Hamburg, um dort in der „Gedenkstätte Kinder vom Bullenhuser Damm“ mehr über die Schrecken der NS-Zeit zu erfahren. In einer Führung durch die damalige Schule erzählte uns eine Geschichtsstudentin vom Schicksal der Kinder, die durch medizinische Experimente gefoltert und schließlich in dem Kellergewölbe, welches wir uns freiwillig anschauen durften, hingerichtet wurden. Durch die Ausstellung wurden uns zusätzlich die Lebensläufe der Kinder vermittelt. Im Anschluss daran besuchten wir die „KZ-Gedenkstätte Neuengamme“, wo wir zu Beginn im „Haus des Gedenkens“ unter anderem Einblicke in die Totenbücher erhielten. Auf dem weitläufigen Gelände besichtigten wir ebenfalls das Klinkerwerk, die Häftlinge mussten Schwerstarbeit für die Kriegswirtschaft leisten, eine alte Baracke und den Schutzbunker der Häftlinge; außerdem standen wir auf dem Appellplatz, neben dem die ehemaligen Baracken durch Steine gekennzeichnet wurden. In der Hauptausstellung „Zeitspuren“, im ehemaligen Unterkunftsgebäude für Häftlinge, gab es ausgestellte Betten, Häftlingskleidung und persönliche Gegenstände der Inhaftierten. Durch interessante Insiderinformationen von Herrn Biester erhielten wir einen genaueren Einblick in die vergangene Schreckenszeit, die man so anhand der Gedenkstätten in Hamburg/Neuengamme teilweise nur begrenzt nachempfinden konnte.

Tabea Niemczyk, Lena Kramer, 11a