Latein

Salve und ein herzliches Willkommen!

Wir, d.h. Herr Schwietert (Sw) und Frau Remberg-von der Ohe (RO), haben das Vergnügen, Latein am Gymnasium Otterndorf zu unterrichten und freuen uns, Sie bzw. Dich auf unserer Fachschaftsseite begrüßen zu dürfen!

Ende der fünften Klasse ist es endlich soweit, die Wahl der zweiten Fremdsprache! Latein wird bei uns von der sechsten bis zur dreizehnten Klasse unterrichtet.

Das „Kleine Latinum“ wird bei Versetzung in die Einführungsphase mit mindestens einer glatten vier („ausreichend“) bescheinigt.
Das „Latinum“ wird am Ende der Einführungsphase (Ende Klasse 11) mit mindestens 05 Notenpunkten („ausreichend“) erworben.
Um das „Große Latinum“ zu erlangen, kann man entweder zwei Schulhalbjahre der Qualifikationsphase mit im letzten Halbjahr 05 Notenpunkten absolvieren oder durchgängig mit Latein als Prüfungsfach in Block II mit 20 Punkten im Abitur.

Im Unterricht der Jahrgänge 8+9 arbeiten wir momentan mit dem Lehrwerk „Intra II“ (Vandenhoeck&Ruprecht Verlag). Seit Sommer 2019 befinden wir uns in der Umstellung auf das Lehrwerk „Pontes“ (Gesamtband, Klett). Letzteres zeichnet sich besonders durch stärkere Möglichkeiten zur Binnendifferenzierung aus, erleichtert das Übersetzen durch zusätzliche übersichtliche Methodenseiten und bietet verstärkt die Möglichkeit zur digitalen Einbindung. Im Übergang zur freien Lektüre wechseln die Autoren und Werke, so dass wir kein festes Lehrwerk vorgegeben haben, sondern uns immer auch an den aktuellsten Ausgaben auf dem Markt orientieren können. Auch die Interessen und Fähigkeiten der Lerngruppe können bei der Auswahl mit einfließen. Die Themenauswahl in der Qualifikationsphase wird jeweils auf www.nibis.de nach Abiturjahrgängen sortiert veröffentlicht.

In der Qualifikationsphase bilden die Erschließung lateinischer Originaltexte und die Auseinandersetzung mit ihren allgemein- und persönlichkeitsbildenden Inhalten den Schwerpunkt. Daher stellen die vorgegebenen Leitthemen die Kultur- und Textkompetenzen in den Vordergrund. Die Leitthemen teilen sich in vier Gegenstandsbereiche: A: Sprache – Literatur, B: Gesellschaft – Kultur, C: Politik – Geschichte sowie D: Philosophie – Religion.

Je nach Kombination dieser vier Bereiche werden Werke von Cicero, Seneca, Sallust, Tacitus, Livius, Plinius, Ovid oder Vergil gelesen. Dabei steht jeweils pro Halbjahr immer nur ein Werk eines Autors im Mittelpunkt, z.B. für Q3 (Abi 2021): Leitthema 9 aus Gegenstandsbereich C: „Römische Geschichte und ihre Deutung“ anhand von Sallusts coniuratio Catilinae. [1]

Wozu Latein heute?

Stärker noch als bei anderen Fremdsprachen wird im Lateinunterricht die deutsche Sprache, Grammatik, Lese- und Ausdrucksfähigkeit trainiert und verbessert. Die analytische Erschließung einer neuen Sprache wird mit Latein als Basissprache wie in keinem anderen Fach gelernt. Latein erleichtert durch seine Modellhaftigkeit jeden weiteren Spracherwerb in den romanischen Sprachen. Auch die Erschließung von Fremdwörtern im Deutschen oder Aneignung von Fachtermini wird gefördert.

Das Leben der römischen Antike steht thematisch während des Spracherwerbs im Vordergrund: das Alltagsleben in der Metropole und Millionenstadt Rom, seine Geschichte und Mythologie sowie seine Kultur. Durch die Beschäftigung mit Zeugnissen aus dieser Zeit von Literatur über Architektur, Kunst, Wissenschaft und vielen weiteren wird die Brücke von der Antike zur Moderne geschlagen. Philosophische Fragen der Antike führen die Schülerinnen und Schüler heran an eine selbstkritische Auseinandersetzung mit Werten und Normen ihrer Alltagswelt, helfen, eigene Antworten zu finden und stiften Identität. Die Beschäftigung mit lateinischen Texten und ihrem Kontext unterstützt also durch historische, ethische und kulturelle Kommunikation[2] die Persönlichkeitsentwicklung.

Nicht zuletzt ist das Latinum Voraussetzung für einige Studienfächer (Klassische Philologie, Alte Geschichte, Anglistik, …), für viele weitere sind Lateinkenntnisse von großem Nutzen (Medizin, Jura, …).

Auf den Punkt gebracht[3]:

L.  esekompetenz und Lernfähigkeiten steigern
A.  useinandersetzung mit Werten (Entwicklung eines Wertesystems
    und Charakterbildung)
T.  hemenvielfalt (Literatur, Kunst, Geschichte, Politik, Ethik,
    Religion, Mythologie, Alltagsleben der Römer)
E.  rhöhung der muttersprachlichen Kompetenz (System moderner
    Fremdsprachen)
I.  nterpretation und Bewertung antiker Texte (Konfrontation von
    Antike und Moderne)
N.  utzen der Erkenntnisse für die eigene Lebenswelt

Falls wir noch Fragen offen gelassen haben, es noch Vorurteile abzubauen gilt oder man sich einfach noch ein bisschen weiter inspirieren lassen möchte, gibt es hier noch ein paar Eindrücke und viele (weitere) gute Gründe, Latein zu lernen: https://www.klett.de/inhalt/sixcms/media.php/145/gute_gruende_latein.pdf

Exkursionen

[4]

Um das römische Alltagsleben, insbesondere in einer Provinz erforschen und nacherleben zu können, begeben wir uns seit Neuestem mit unseren Lateinschülerinnen und -schülern des Jahrgangs 9 nach Trier.

Diesen Winter haben sich das erste Mal an unserer Schule eine Gruppe Lateiner unter der Leitung ihres Kurslehrers, Herrn Schwietert, aufgemacht, den Spuren der Römer in die älteste Stadt Deutschlands zu folgen: Trier oder wie die ihre Gründer sie nannten „Augusta Treverorum“.

Von der Stadtbefestigung, die heute als Wahrzeichen der Stadt sogar die 2-€-Münze des Bundeslandes Rheinland-Pfalz ziert, bis zum klassischen römischen Freizeitanlagen wie den Kaiserthermen gab es vieles zu erkunden.

Tot!? – Nein! – Latein zum Reinhören

Radio Bremen 2 hat auf seiner Webseite regelmäßig einen neuen Audiobeitrag auf Latein zu aktuellen Themen des letzten Monats aus Bremen, Deutschland und der Welt.

Nuntii Latini: https://www.radiobremen.de/bremenzwei/rubriken/latein/latein114.html

Quellen und Links