Latein am Gymnasium Otterndorf

Salve und ein herzliches Willkommen!

Ende der fünften Klasse ist es endlich soweit, die Wahl der zweiten Fremdsprache! Latein wird bei uns von der sechsten bis zur dreizehnten Klasse unterrichtet. Das Latinum wird nach der elften Klasse mit einer glatten Note 4 („ausreichend“) oder besser erworben, mit dem Abitur ab 05 Notenpunkten das „Große Latinum“.

Im Unterricht arbeiten wir momentan mit dem Lehrwerk „Intra“ (Vandenhoeck&Ruprecht Verlag). Ab Sommer 2019 werden wir voraussichtlich auf das Lehrwerk „Pontes“ (Klett) umsteigen. Letzteres zeichnet sich besonders durch stärkere Möglichkeiten zur Binnendifferenzierung aus, erleichtert das Übersetzen durch zusätzliche übersichtliche Methodenseiten und bietet verstärkt die Möglichkeit zur digitalen Einbindung.

Wozu Latein heute?

Stärker noch als bei anderen Fremdsprachen wird im Lateinunterricht die deutsche Sprache, Grammatik, Lese- und Ausdrucksfähigkeit trainiert und verbessert. Die analytische Erschließung einer neuen Sprache wird mit Latein als Basissprache wie in keinem anderen Fach gelernt. Latein erleichtert durch seine Modellhaftigkeit jeden weiteren Spracherwerb in den romanischen Sprachen. Auch die Erschließung von Fremdwörtern im Deutschen oder Aneignung von Fachtermini wird gefördert.

Das Leben der römischen Antike steht thematisch während des Spracherwerbs im Vordergrund: das Alltagsleben in der Metropole und Millionenstadt Rom, seine Geschichte und Mythologie sowie seine Kultur. Durch die Beschäftigung mit Zeugnissen aus dieser Zeit von Literatur über Architektur, Kunst, Wissenschaft und vielen weiteren wird die Brücke von der Antike zur Moderne geschlagen. Philosophische Fragen der Antike führen die Schülerinnen und Schüler heran an eine selbstkritische Auseinandersetzung mit Werten und Normen ihrer Alltagswelt, helfen, eigene Antworten zu finden und stiften Identität. Die Beschäftigung mit lateinischen Texten und ihrem Kontext unterstützt also durch historische, ethische und kulturelle Kommunikation[1] die Persönlichkeitsentwicklung.

Nicht zuletzt ist das Latinum Voraussetzung für einige Studienfächer (Klassische Philologie, Alte Geschichte, Anglistik, …), für viele weitere sind Lateinkenntnisse von großem Nutzen (Medizin, Jura, …).

Auf den Punkt gebracht[2]:

L.  esekompetenz und Lernfähigkeiten steigern
A.  useinandersetzung mit Werten (Entwicklung eines Wertesystems
    und Charakterbildung)
T.  hemenvielfalt (Literatur, Kunst, Geschichte, Politik, Ethik,
    Religion, Mythologie, Alltagsleben der Römer)
E.  rhöhung der muttersprachlichen Kompetenz (System moderner
    Fremdsprachen)
I.  nterpretation und Bewertung antiker Texte (Konfrontation von
    Antike und Moderne)
N.  utzen der Erkenntnisse für die eigene Lebenswelt

[1] Aus dem Kernkurriculum Latein des niedersächsischen Kultusministeriums (S. 5f.):  http://www.cuvo.nibis.de

[2] Diese und weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Niedersächsischen Altphilologenverbandes unter: https://navonline.de/index.php/latein/94-die-saeulen-des-lateinunterrichts