Jugend forscht 2019

Foto: Gruppenbild Jugend forscht 2019

Unsere Schule hat beim Regional-Wettbewerb von „Jugend forscht 2019“ in Celle wieder einmal besonders gut abgeschnitten: Vier Preise für unsere Schule bei einer Teilnahme von (nur) drei Gruppen, ein besseres Ergebnis ist kaum vorstellbar! Dabei war die Konkurrenz groß: Neun Gruppen traten im Fachgebiet „Chemie“ an, am Ende konnten Schülerinnen unserer Schule gleich die beiden ersten Plätze auf dem Siegerpodest belegen. Marie Meyer, die den 1. Platz belegt hat, nimmt somit am Landeswettbewerb von „Schüler experimentieren“ in Oldenburg teil (März 2019).

Foto: Diskussion mit der Jury

Im Fachgebiet „Arbeitswelt“ traten insgesamt drei Gruppen auf dem Regional-Wettbewerb an, eine Schülergruppe unserer Schule konnte in dieser Sparte die Silbermedaille erringen.

Zusätzlich, als vierten Preis, erhielt unsere Schule „für das langjährige Engagement zur Förderung mathematisch, naturwissenschaftlich und technisch interessierter Schülerinnen und Schüler im Rahmen des niedersächsischen Wettbewerbs Jugend forscht den Jugend forscht Schulpreis des niedersächsischen Sponsorpools in Höhe von 250 Euro“.

Allen Beteiligten einen herzlichen Glückwunsch!

Den 1. Platz im Fachgebiet „Chemie“ erhielt Marie Meyer (Klasse 5) mit ihrer Arbeit „Russian Wild Berry – Säuren als Ursache der Farbveränderung beim Anmixen von Cocktails?“

Foto: Marie Meyer

Beim Anmixen von alkoholfreien Cocktails mit Russian Wild Berry von Schweppes ist mir aufgefallen, dass diese nach dem Zugeben von tiefgekühlten Früchten rasch eine intensive rote Farbe annehmen. Weshalb aber werden diese Cocktails immer so schnell rot? Liegt das daran, dass die zugegebenen TK-Früchte ebenfalls rot sind? Aber die roten Farbstoffe lösen sich doch nicht so schnell aus den Früchten heraus! Gibt es also dafür eine andere Ursache?
Nachdem wir uns die Zutatenliste auf der Flasche angesehen haben, meinte mein Chemielehrer, dass die Rotfärbung möglicherweise durch den rötlichen Farbstoff vom Hibiskus kommt. Hibiskus ist nämlich eine Zutat im Russian Wild Berry. Diese Vermutung habe ich mit verschiedenen Früchten, Hibiskus-Tee und Chemikalien aus dem Supermarkt und unserer Chemiesammlung überprüft. Die Ergebnisse waren zunächst ziemlich verwirrend und überraschend! Zur eindeutigen Beantwortung der in der Überschrift aufgestellten Frage waren noch weitere intensive Untersuchungen nötig. Schließlich stellte sich heraus: Nicht die Indikatorwirkung vom Hibiskus verursacht die rote Verfärbung, da ja bereits eine ganze Menge Säure im Russian Wild Berry enthalten ist (Kohlensäure, Zitronensäure). Da die TK-Früchte beim Einfrieren durch das sich ausdehnende Wasser zerstört werden und der rote Fruchtsaft somit austreten kann, wird dieser beim Auftauen im Russian Wild Berry rasch abgelöst, und der Cocktail färbt sich rot. Eigentlich ganz einfach …

Marie Meyer

Den 2. Platz im Fachgebiet „Chemie“ erhielten Nele Kuß und Stina Lange mit ihrer Arbeit „Kinetischen Sand selber machen“.

Foto: Nele Kuß und Stina Lange

Wir kennen kinetischen Sand von zu Hause und wollten ausprobieren, ob wir ihn selber herstellen können. Dazu haben wir überlegt, welche Stoffe den Sand zusammenhalten und dafür sorgen, dass er knetbar ist und auch so bleibt. Wir haben nacheinander Versuche mit Sand und Quark, Bastelkleber, Shampoo und Spülmittel durchgeführt auf der Suche nach der perfekten Mischung. Dabei war uns wichtig, dass der kinetische Sand nicht zu klebrig ist und nicht schimmelt. Natürlich darf er auch keine giftigen Bestandteile haben, da man damit spielt und kleine Kinder ihn zum Beispiel auch in den Mund nehmen könnten. Außerdem haben wir noch Anleitungen aus den Internet ausprobiert und mit unseren Ergebnissen verglichen. Schließlich stellte sich heraus, dass man den besten kinetischen Sand mit den kleinen Superabsorber-Kügelchen aus Babywindeln herstellen kann. Das ist recht billig, einfach und das Ergebnis macht Spaß. 

Stina Lange und Nele Kuß

Den 2. Platz im Fachgebiet „Arbeitswelt“ erhielten Alexander Drews und Taro Finn Schlenz mit ihrer Arbeit „Mathematikaufgaben unter Einfluss von Musik lösen“.

Foto: Alexander Drews und Taro Finn Schlenz

Zuerst stellten wir uns die Frage, wie der perfekte Arbeitsplatz sein müsste (zum Hausaufgabenmachen etc.). Dabei interessierten wir uns besonders dafür, ob man beim Musikhören besser arbeiten kann, da diese Frage häufig zwischen Schülern und Eltern bzw. Lehrern diskutiert wird. Bei dem ersten Versuch stellten wir fest, dass die Fünftklässler, mit denen wir den Konzentrations-Versuch als erstes durchführten, die ihnen gestellten Mathematikaufgaben mit eingespielter Musik der Band „Nirvana“ wider Erwarten besser lösten als ohne Musik und Geräuscheinflüsse. Daraufhin setzten wir uns damit auseinander, wieso das so ist. Wir haben deshalb noch mehr Versuche durchgeführt, um die erzielten Ergebnisse mit denen von älteren Schülern zu vergleichen. Die Ergebnisse waren verblüffend: Auch ältere Schüler konnten die gestellten Mathematikaufgaben mit Musik besser lösen als ohne Musik. Daraus haben wir geschlossen, dass die Anfertigung der Hausaufgaben mit Musik mindestens genauso effektiv ist wie ohne Musik – eigentlich sogar effektiver.

Taro Finn Schlenz und Alexander Drews

Dierk Steffen