Studien- und Berufsorientierung

17.11.2021, 19:33

Welche beruflichen Möglichkeiten und Wege eröffnen sich nach dem Abitur? Eine große Frage, die viele junge Menschen bewegt und auf die es viele mögliche Antworten geben kann. Über 18.000 Studiengänge und etwa 300 anerkannte Ausbildungsberufe können auf den ersten Blick sicher eine erschlagende Wirkung entfalten. Gleichzeitig liegt darin die Chance, einen Beruf zu finden, der mit den eigenen Stärken, Schwächen und Wertvorstellungen übereinstimmt und gute Zukunftsperspektiven bietet.

Neueste Informationen finden sich immer auf unserem neuen Blog Beruf & Zukunft.

An unserer Schule begleiten wir junge Menschen durchgängig in ihrem Berufsorientierungsprozess. Dazu werden regelmäßig Veranstaltungen durchgeführt oder die selbständige Teilnahme an bestimmten Informationsangeboten ermöglicht. Auch im regulären Fachunterricht werden berufsorientierende Unterrichtseinheiten durchgeführt. Die Maßnahmen finden sich einerseits im Berufsorientierungskonzept wieder, einzelne dieser Maßnahmen werden hier gesondert dargestellt:

Berufsberatung

Die individuelle Beratung bei unserem Fachmann von der Bundesagentur für Arbeit Alexander Skora stellt einen wichtigen Baustein der Berufsorientierung an unserer Schule dar. Er kennt die aktuellen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und hilft Euch/ Ihnen in allen Fragen der beruflichen Orientierung weiter, auch wenn Ihr vielleicht noch keine Idee für einen möglichen Weg nach dem Abitur habt. Auch Gespräche mit Eltern und/ oder Erziehungsberechtigten sind möglich. In dem Fall findet die Anmeldung über Anfrage bei Frau Zamzow statt.

geva-test

Wir bieten unseren Schüler:innen die Gelegenheit, an einem anerkannten Testverfahren zur Studien - und Berufsorientierung teilzunehmen. Dieses wird vom Münchner geva-Institut angeboten, welches sich auf die Entwicklung psychologischer Testverfahren zur Studien - und Berufswahl spezialisiert hat. Hierbei werden z.B. überprüft: mathematische Fertigkeiten, Allgemeinwissen, Textverständnis, Konzentrationsleistung, Selbstvertrauen, Initiative, Teamorientierung, Kontaktstärke und vieles andere mehr. Zudem wird ermittelt, in welche Richtung die berufliche Motivation weist: Ist man eher der Typ für Naturwissenschaften & Technik, kaufmännische Aufgaben, Sprache & Gesellschaft oder doch eher für soziale Tätigkeiten?

Pro Teilnehmer:in werden etwa 900 Einzeldaten erhoben, nach systematischen Kriterien analysiert und bewertet. Damit kann die Selbsteinschätzung anhand objektiver Testergebnisse überprüft und eine gute Grundlage zur Selbstreflektion geboten werden. Die Teilnehmer:innen erhalten ihre persönlichen Ergebnisse in einer etwa 20-seitigen Darstellung. Dabei werden sowohl geeignete Studiengänge als auch Ausbildungen vorgeschlagen. Die Teilnahme an dem Test stellt zudem eine gute Übungsgelegenheit für Auswahlverfahren in Bewerbungsprozessen dar, da er ähnlich angelegt ist. Der Test ist kostenpflichtig und wird auf freiwilliger Basis in der Jahrgangsstufe 11 durchgeführt. Er kann ein guter Orientierungspunkt sein und sollte stets zusammen mit anderen informierenden und beratenden Angeboten genutzt werden.

(nach eigener Zusammenstellung aus einer Informationsbroschüre des geva-Instituts)

Betriebspraktikum

Das Betriebspraktikum an unserer Schule findet immer im zweiten Halbjahr der Jahrgangsstufe 11. statt. Die Schüler:innen suchen sich die Praktikumsplätze selbstständig und müssen dafür in der Regel Bewerbungen schreiben und Bewerbungsgespräche führen.

Das Gebiet, in dem die Schüler:innen sich ihren Praktikumsplatz suchen dürfen, erstreckt sich von Hamburg bis Bremerhaven, ausnahmsweise werden auch weiter entfernte Orte erlaubt, wenn eine bestimmte Branche in unserem Gebiet nicht vorhanden ist.

Im Gegensatz zu anderen Schularten dient unser Praktikum nicht zur Berufsfindung, sondern soll in betriebswirtschaftliche Zusammenhänge einführen und diese erfahrbar machen. Interessant ist es für viele Schüler:innen, sich in einer neuen Tätigkeit auszuprobieren und darüber hinaus sich auch in einer neuen Gruppe von Mitarbeitern zu befinden. Sehr oft gehen Schüler:innen mit einem gestärkten Selbstbewusstsein aus dem Praktikum, da sie Anerkennung in der neuen Tätigkeit gefunden haben und fast immer gut in den Betrieb integriert wurden. Wenn dann auch noch ein Lob eines Mitarbeiters für die geleistete Arbeit hinzukommt, fühlen sich die Schüler:innen besonders gut.

Das Betriebspraktikum ist die einzige Möglichkeit in der gesamten Schulzeit, die Berufswelt genauer kennen zu lernen. Nach dem Praktikum tauschen sich die Schüler:innen dann im Unterricht über ihre verschiedenen Erfahrungen aus. Die Vor- und Nachbereitung des Betriebspraktikums findet im Unterricht „Politik/Wirtschaft“ statt. Während der Praktikumszeit werden alle einmal von einer Lehrkraft im Betrieb besucht. Dabei werden im Gespräch mit dem Praktikumsbetreuer des Betriebes und dem Schüler/der Schülerin eventuelle Probleme geklärt, Wünsche besprochen und es soll hier auch über größere betriebliche Zusammenhänge diskutiert werden.

Fragen zum Praktikum bitte an Herrn Rohn!

Berufsorientierender Unterricht

Im Jahrgang 11 findet zudem berufsorientierender Unterricht statt, in dem wichtige Fragen zur Vor – und Nachbereitung des Praktikums geklärt und verschiedene Phasen des Berufsorientierungsprozesses behandelt werden. Worum es dabei konkret geht, verdeutlicht folgende Übersicht:

Orientierungsphase
  • Stärke-Schwächen-Analyse, Selbsterkundung -> persönliche Voraussetzungen erkunden, Selbsteinschätzung üben, mit Fremdeinschätzungen vergleichen

  • Persönliche und berufliche Ziele im Leben definieren -> Welche Bedeutung soll die Arbeit im Leben spielen

    • Geld verdienen
    • Sinnstiftung
    • Selbstverwirklichung
  • Geeignete und dazu passende Berufe und/ oder Studienrichtungen kennenlernen und Testverfahren nutzen

  • Berufsbilder erforschen

  • Arbeitsbedingungen kennenlernen (Arbeitsumfeld, Arbeitszeiten, Dienstreisen, Besonderheiten)

    • Arbeitsumfeld
    • Arbeitszeiten
    • Dienstreisen
    • Besonderheiten
Entscheidungsfindungsphase
  • Genauere Informationen zum anvisierten Beruf oder Studium finden, z.B. Studien -/ Ausbildungsorte

    • Dauer der Ausbildung oder des Studiums
    • Schulische, körperliche, sonstige Voraussetzungen
    • Zulassungsbeschränkungen und Zugangsvoraussetzungen
    • Eignungsprüfungen, Einstellungstests
    • Bewerbungsverfahren / Assessmentcenter
  • Entwickeln von Alternativen, „Plan B“ erstellen

Bewerbungsphase
  • Selbstdarstellung
  • Kontaktaufnahme
  • Vorstellungsgespräch